Geartalk

Cullmann Magnesit Copter

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Das erste Produkt, das ich in der neuen Kategorie Geartalk vorstellen möchte, ist das Mini- oder Tischstativ (die offizielle Bezeichnung ist Multistativ) Magnesit Copter von Cullmann. Solch ein Kleinstativ habe ich fast immer dabei, wenn ich eine Kamera dabei habe.

Das Stativ meiner Wahl war dann zunächst das Manfrotto Pixi (192g). Für 20 EUR fand ich das Produkt sensationell und die Canon mit schwerem Glas und Batteriegriff (Gesamtgewicht um die 2,5kg) hat dieser Winzling gehalten. Was ich allerdings von Anfang an etwas unglücklich fand, war die Positionierung des Kugelkopfes, da man den Entriegelungsknopf zum Verstellen immer gedrückt halten muss.

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Irgendwann bin ich dann über den Magnesit Copter von Cullmann gestolpert. Das Stativ an sich hat keinen Kugelkopf sondern nur eine Stativschraube (200g) und liegt bei 15 EUR. Für den doppelten Preis bekommt man es aber mit dem CB2.7 Kugelkopf (86g). Mit der großen Canon habe die Statitivkopf noch nicht gar nicht ausprobiert, aber wenn ich die Systemkamera montiert habe, hat er sie wunderbar halten können. Durch den Schraubverschluss lässt sich beim Ausrichten das Cullmann Stativ leichter bis zum einem Schleifpunkt festdrehen, um es anschließend feinjustieren zu können.

Ohne den Stativkopf ist das Pixi ca. einen Zentimeter höher (18cm) und mit die dem Kugelkopf dann ca. 3-4 Zentimeter niedriger als der Magnesit Copter (21,5cm). Das sind allerdings nur die Packmaße. Die Arbeitshöhe ist beim Pixi 13cm und beim Cullmann mit CB2 16cm. Wenn man bei solch einem Stativ überhaupt von Arbeitshöhe sprechen kann, denn klar ist, dass man bei dieser Produktkategorie immer eine Abstellfläche braucht solange man nicht bodennahe Aufnahmen machen möchte.

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Ein weiterer Vorteil des Cullmann Kugelkopfes ist, dass man die Kamera auch um 90°C von horizontal auf vertikal drehen kann. Diesen Misstand hat man auch bei Manfrotto festgestellt und daraufhin die Weiterentwicklung Pixi Evo herausgebracht. Dort wurde auch der Druckknopf zur Arretierung durch einen Schraubknopf ersetzt und die Beine können in fünf Stufen verlängert werden.

Das neue Pixi Evo (knapp unter 50 EUR) habe ich noch nicht ausprobiert, da ich bisher immer einen Stand für das alte Pixi oder den Magnesit Copter gefunden habe und Unebenheiten durch den Stativkopf ausgleichen konnte. Wer hier an seine Grenzen kommt und oft auf sehr unebenem Untergrund fotografiert, sollte sich das Pixi Evo genauer anschauen.

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Gegenüber dem original Pixi hat das Cullmann wegen des Kugelkopfes bei mir aktuell die Nase vorn. Dabei stört es mich weniger, dass beim Befestigen der Kamera mit dem kompletten Stativ geschraubt werden muss. Das Pixi Evo hat wie das Compact Light im Kopf ein Rad zum Festschrauben, so dass nicht das ganze Stativ gedreht werden muss.

Ich bin von dieser Kleinstativen begeistert, da es dann keine Ausrede mehr gibt, kein Stativ mitzunehmen und ich mich dann im Nachhinein nicht ärgern muss, keines dabei zu gehabt zu haben. Als Beispiel für den Einsatz kommt jetzt ein Bild vom Trevi Brunnen in Rom. Dort hält das Stativ auf der Brunnenmauer und auf der Mauer oben auf der Ostseite des Brunnens ist das natürlich alles gar kein Problem.

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Wie ist eure Erfahrung mit solchen Kleinstativen und wie oft nutzt ihr sie? Ich trage es sehr viel mit mir herum, aber hole es nur selten heraus. Ich finde es aber akzeptabel die 200g bzw. 286g mit mir herumzutragen, um abends die Option zu haben, um vor allem abends auch einmal längere Belichtungen zu machen. Wenn von vorneherein Langzeitbelichtungen oder Nachtaufnahmen geplant sind, dann nehme ich natürlich ein größeres Stativ mit. Ich käme jetzt nicht auf die Idee z.B. bei der Luminale nur mit solch einem Mini-Stativ loszurennen.

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