Kategorie: Blog

Tourist go home

Im Moment gibt es in der Arte-Mediathek eine interessante Reportage mit dem Titel „Tourist go home“. Da die Reportage dort nur noch 16 Tage abrufbar ist, schreibe ich jetzt schnell noch diesen Artikel, damit möglichst viele Leser diese Reportage noch sehen können. Von daher wird der Beitrag auch wenig bebildert sein, da ich lieber die Zeit nutze, um den Beitrag zu schreiben als die entsprechenden Symbolfotos herauszusuchen. Weiterlesen

Timelapse in Sevilla

Am Ende des Workshops in Lissabon hatte ich einfach nur zum Spaß am letzten Tag morgens kurz eine Kompaktkamera auf ein Mini-Stativ gestellt und ein paar Minuten Bilder für einen Zeitraffer gesammelt. Das ein paar Sekunden lange Filmchen kamen so gut an, dass ich mir für den Workshop in Sevilla vorgenommen hatte, mehr Zeitrafferaufnahmen zu machen.

Da es in Sevilla ein Fotoworkshop war und jeden Tag von morgens bis abends Programm war, blieb wenig Zeit für Zeitrafferaufnahmen und wenn ich daran gedacht habe, habe ich dafür die wenige freie Zeit genutzt. In der Kamera konnte ich gleich die Videosequenzen erstellen lassen und im Laufe der Woche habe ich schon gemerkt, dass ich im Gegensatz zu einem einzelnen Foto auf andere Dinge achten muss. Weiterlesen

Photowalk Cologne März 2017

Auf meiner ToDo-Liste für 2017 stand an zwei Fotowalks teilzunehmen. Im Februar war ich beim Fotowalk in Frankfurt und am Wochenende war ich für ein Konzert sowieso in Köln. Das Konzert war so früh vorüber, dass ich sogar noch den letzten schnellen ICE zurück nach Frankfurt hätte bekommen können. Das weiß man ja vorher nicht und wenn man Pech hat, schafft man noch nicht mal mehr den Bummelzug entlang der Rheinstrecke gegen Mitternacht. Den habe ich zwar schon das eine oder andere Mal genommen, aber vor 2:30 Uhr ist der nie in Frankfurt gewesen und dann muss man mit einer Taxe noch nach Hause kommen. Den Spaß mache ich nicht mehr mit. Da gehe ich lieber ins Hotel und kann mir am nächsten Tag aussuchen, wann ich zurück fahre. Weiterlesen

Manfrotto Windsor Reporter

Als ich das erste Mal die Fotos der neuen Manfrotto Windsor Colletion gesehen, war ich davon sofort begeistert. Mir gefallen alle Modell der Reihe sehr gut und somit hatte ich die Qual der Wahl.

Da ich das schwere DSLR-Equipment nicht mehr über der Schulter tragen mag, war die mittlere Messenger Bag kein Thema. Da ich aber sowieso fast nur noch mit Systemkameras unterwegs bin, musste ich mich zwischen der kleiner Messenger Bad und der Reporter Tasche entscheiden. Das konnte ich nicht und somit habe ich einfach beide gekauft.

Eine der Taschen wollte ich zeitnah mitnehmen und deshalb war ich in zwei Filialen eines Elektronikfachmarktes, da keine Filiale beide Taschen vorrätig hatte. Die kleine Messanger Bag war sogar 30 EUR günstiger als die UVP und der Kasse fragte micht die Verkäuferin, ob es die Tasche auch als Handtasche gibt. Das ist zwar nicht der Einsatzzweck der Tasche, aber das Innenleben der Tasche ist ja flexibel. Die kleine Tasche werde ich hier zu Hause für Tagesausflüge verwenden.

Für größere Trips ist aber die Reporter-Tasche mein Favorit. Diese hatte ich jetzt zwei Mal auswärts mit dabei und bin von der Tasche nach wie vor begeistert. Da ich immer etwas zu trinken dabei habe, ist für mich das Netzfach an der einen Stirnseite der Tasche optimal. Über einen Klettverschluss kann es bündig an den Taschenrand zusammengefaltet werden, aber ich habe dort sowieso immer eine 0,5l-Flasche drin. Da ich Taschen sowieso links hängen habe, ist es für mich natürlich ideal, dass die Trinkflaschenhalterung dann vorne ist.

Ein gravierender Unterschied zwischen den beiden Taschen ist, dass die Reporter-Tasche an der Vorderseite zwei Lederriemen hat, um ein Stativ daran zu befestigen. Für die Bilder hier im Artikel habe ich ein Manfrotto Compact Stativ festgeschnallt, aber bei dem Fotowalk in Lüttich habe ich ein BeFree den ganzen Tag mit mir herumgeschleppt und weil die Schlaufe des Riemes nicht ausgereicht hat, konnte ich nur zwei Stativbeine festzurren. Auch wenn das dritte Bein nicht mehr in die Schlaufe gepasst hat, war das kein Problem. Problematischer war eher, dass die Tasche durch das Stativ ungewohnt breiter geworden ist und ich deshalb aufpassen musste, nicht anzuecken.

Im Inneren gibt es vier Abteile. Beispielhaft habe ich dort die Zubehörtasche von Camslinger, eine Kamera, eine Getränkeflasche sowie einen Schirm und ein Ministativ eingepackt. In das eine Fach passen neben der Zubehörtasche auch noch ein kleines Objektiv für Systemkameras. Dazu gibt es an der Rückseite noch ein breites Fach und das reicht für ein iPad oder das 12″ MacBook.

Mit der Tasche war ich Anfang des Monats in Rotterdam und dort wollte ich für abends/nachts im Hotel noch ein Getränk im Supermarkt kaufen. Durch die Höhe der Tasche hat über Kamera und Schirm noch eine 1,5l-Einwegflasche haargenau in die Tasche gepasst. Darüber hatte ich mir im Vorfeld keinerlei Gedanken gemacht, aber vor Ort fand ich es superpraktisch, dass ich die Flasche oben quer in komplett in der Tasche unterbringen konnte und sie nicht seperat tragen musste.

Neben dem Hauptfach gibt es auch noch eine Vortasche, die aber nicht hervorsteht sondern sich nahtlos in das Design der Tasche einfügt. Darin ist genügend Platz für Ladegeräte, Taschentücher und sonstiges Zubehör. In die zwei Fächer am Rand passen genau von DIN A4 auf A6 zusammengefalte Briefbögen (Bahnticket, Hotelreservierung z.B.).

Für mich ist das bis jetzt die beste Kameratasche, die ich seit dem Wechsel von DSLR auf CSC in der Hand hatte. Von den Maßen her ist sie perfekt für meine Einsatzzwecke. Ich bin ja mit der Kamera meistens bei Städttrips unterwegs und da beigeistern mich so Kleinigkeiten wie der Getränkehalter auf der einen Außenseite und dass auch auch eine große Einwegflasche oben quer in die Tasche passt. Die Option mit den Lederriemen, um ein Stativ zu befestigen ist auch super. In Lüttich hatte ich den ganzen Tag bis zur blauen Stunde dort ein Stativ befestigt und es hat mich nicht groß gestört, dass extra Gewicht dabei zu haben.

Schienenkreuz wiederbesucht

Im Herbst auf der Fotoreise nach Lissabon habe ich ein Bildpaar mit Kreuzungen erstellt. Im Januar war ich wieder in Lissabon und ungeplant bin ich an der Stelle vorbei gekommen, an der ich ich die Baustelle im Oktober fotografiert hatte. Die Ecke habe ich sofort wiedererkannt und wieder ein Foto dort gemacht.

Leider habe ich nicht genau den selben Winkel und die exakte Position getroffen:

Hier zu Hause hätte ich es ja viel leichter Vorher-Nachher-Bilder zu machen, aber stattdessen musste das Motiv für das erste Vorher-Nachher-Bild hier im Blog 1900km von zu Hause entfernt sein.

Im Fundus habe ich einige Fotos aus Frankfurt in den letzten Jahren gesammelt. Wenn ich mir in Zukunft Bilder aus Frankfurt anschaue, werde ich darauf achten, ob ich noch ein Vergleichsbild habe. Da werden sich mit der Zeit bestimmt einige Vorher-Nachher-Bildpaare finden.

Vom Copyright zur Creative Commons

Ich bin noch etwas ein gebranntes Kind. Ende des letzten Jahrzehnts war ich im Bereich Konzertfotografie recht aktiv und zu der Zeit haben Fanseiten meine kompletten Fotos von einem Auftritt geklaut. Von daher hatte ich dann immer Tags auf die Bilder gemacht, dass wenn sie geklaut wurden, wenigstens noch Werbung für meine Seite auf den Bildern stand. Also habe ich aus der Macht der Gewohnheit auch bei den Exporteinstellungen von Lightroom ein Wasserzeichen mit dem Copyright-Symbol hinterlegt und mir weiter darum keine Gedanken gemacht. Weiterlesen

1. Insider-Fotowalk: Bahnhof Liège-Guillemins

Wenn ich mich richtig erinnere habe ich Carola von der Insider Fototour auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt davon erzählt, dass ich im Frühjahr einen Tagesausflug zum Bahnhof Liège-Guillemins machen möchte. Die Bahnverbindungen hatte ich mir schon rausgesucht und einen Termin vor der Zeitumstellung im Kopf gehabt, damit man die blaue Stunde noch mitnehmen kann und noch zu einer zivilen Uhrzeit zurück in Frankfurt ist. Die Idee ist sofort auf Gegenliebe gestoßen und während der Heimfahrt hatten wir beide die Idee, daraus einen Insider Fototour-Veranstaltung zu machen. Weiterlesen

Mein erster Photowalk

Auf die ToDo-Liste für 2017 hatte geschrieben, dass ich an Fotowalks teilnehmen will. Letztes Jahr hatte es zeitlich nie gepasst und dieses Jahr hat es zu Jahresbeginn am Samstag direkt geklappt.

Ich mag es in der Gruppe zu fotografieren bzw. die Ergebnisse danach zu sehen. Auf meinen bisherigen Fotoreisen war die Gruppe kleiner und es blieb mehr Zeit am einzelnen Fotospot. Bei einer Reise hat man Tage Zeit und teilweise so lange Zeit an einem Platz wie der ganze Fotowalk gedauert hat. Weiterlesen

Winterlichter 2016/2017

Obwohl es die Winterlichter im Palmengarten Frankfurt schon seit Jahren[1] gibt, war ich letzte Saison das erste Mal dort. Dieses Jahr wollte eigentlich letzte Woche mit Freunden dorthin. Wegen Schneeschauern und Sturmböen wurde der Termin dann aber abgesagt. Anschließend war für vorgestern ein Termin in kleinerem Rahmen angesetzt. Dafür haben aber auch alle abgesagt und somit habe ich halt alleine auf den Weg gemacht. Weiterlesen

U-Bahn im Winter

Die dunkle Jahreszeit hat auch seine Vorteile. Es wird früh dunkel und für Langzeitbelichtungen mit Lichtspuren muss man nicht bis spät am Abend unterwegs sein. Ein weiterer Nachteil ist, dass es mitunter knackig kalt ist und die Pfoten an der Kamera und am Stativ (mein aktuelles Lieblingsstativ ist leider nur an einem Bein gummiert) anfrieren. Um dem entgegen zu wirken habe ich mir bei Amazon günstige Fotohandschuhe gekauft. Die 150 EUR Luxus-Variante musste es nicht sein und die Günstigen für 20-30 EUR haben mir bisher völlig gereicht. Die OM-D konnte ich damit bedienen, ohne überhaupt die Fingerkuppe zu entblößen.

Normalerweise ist bei klirrender Kälte die Luft auch schön klar. Die Tage bei der Inversionswetterlage war das natürlich anders. Trotzdem fand ich das nicht so tragisch, da die Hochhäuser in Frankfurt weich in den Himmel verlaufen sind. Im Nahbereich stören die tiefstehenden Wolken nicht und solche Bilder habe ich die Tage schon einige beim “Foto des Tages” gebracht.

Ich weiß nicht, wie oft ich diese Station bei Dunkelheit passiert habe und jedes Mal habe ich mir gedacht: Da musst Du mal fotografieren gehen. Vorgestern hatte ich dann am Vorabend etwas Zeit und war vor Ort. Das war zwischen 17:30 und 18:00 Uhr und dort kommen die Bahnen im Minutentakt eingelaufen. Genau den Moment mit durchgehenden Lichtspuren von Front- und Heckleuchten habe ich leider nicht erwischen können, da ich nach einer halben Stunde weiter musste. Diese Wintersaison und die U-Bahn Rush Hour werde ich aber nutzen, um das entsprechende Bild in den Kasten zu bekommen.

Beim letzten Bild des kurzen Fotoausfluges habe ich 30 Sekunden belichtet und die zweiten 15 Sekunden dafür genutzt, um ganz langsam am Objektiv während der Belichtung bis zum Anschlag (40mm MFT) hineinzuzoomen. Sieht irgendwie auch ganz abgefahren aus.

Bildpaare und Serien in Lissabon

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Im Herbst war ich mit der Insider Fototour von und mit Carola Schmitt in Lissabon. In Barcelona war ich auch schon mit und dort ging es vor allem um Architektur und Streetphotography. In Lissabon lag der Fokus und Bildpaaren und Serien. Das war für mich sehr spannend, denn so habe ich Fotos noch nie geplant.

Nach einem Jahr hier im Blog und einem wilden Bildermix sowie gelegentlichen Themenwochen, bin ich nach dem einjährigen Jubiläum dazu übergegangen fast nur noch Themenwochen zu machen. Somit war ich schon etwas vorbelastet, dass ich dadurch immer in sieben Bildern zu einem Thema denke. Die Aufgabenstellung beim Workshop war für mich also neu, aber nicht gänzlich fremd.

Am ersten Tag ging es nach der Theorie am Vormittag nachmittags auf den Praça do Comércio und zum Warmwerden musste jeder eine “see the bigger picture” Aufgabenkarte ziehen (zu den Karten und der dazugehörigen App werde ich noch einen eigenen Beitrag schreiben). Ich hatte die Detailkarte erwischt und habe mir dann gedacht, dass ich Hände mit Smartphones fotografiere. Bei einem Feedback zwischendrin hat mich dann Carola zurückgepfiffen, da das zu “billig” sei. Also habe ich mich auf Hände ohne Smartphones konzentriert. Zum Einstieg fand ich die Übung super.

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Ein Produkt aus dieser Aufgabe aus dem Teil mit den Smartphones habe ich dann aber später doch noch in einem Bildpaar verwendet. Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich mich für die Farbe blau als Klammer entschieden.

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Für ein weiteres Bildpaar habe ich mich für Kreuze entschieden. Dieses Bild besteht zum einen aus dem Bodenbelag des Praça do Comércio und zum anderen aus einer Straßenbahnhaltestelle am Cais do Sodré.

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Am zweiten Tag war die Aufgabe morgens (bevor die ganzen Touristen den Platz bevölkern) zum Rossio (offiziell Praça de D. Pedro IV) zu gehen und eine Serie Groß-Mittel-Klein zu erstellen. Bei der noch tiefstehenden Sonne war mir sehr schnell klar, dass ich mit den Größen der Objekte spielen wollte, die einen Schatten werfen.

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Eine weitere Aufgabe war es auf dem Flohmarkt Sao Vincente ein Objekt für 2-3 EUR zu kaufen und später in Szene zu setzen. An die Vorgabe habe ich mich nicht gehalten, denn trotz handelns war ich bei über 10 EUR gelandet für mein Objekt. Das Metallmodell der historischen Straßenbahn fand ich aber so knuffig, dass ich daran nicht vorbeigehen konnte.

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Für Lissabon habe ich mich interessiert seit ich das erste Mal ein Bild von den historischen Trams gesehen habe, die dort noch regulär im Linienbetrieb fahren. Von daher war auch klar, dass ich die Straßenbahnen als Wochenthema für die Collage gewählt habe. Jeder Teilnehmer musste sich ein Thema wählen und daraus eine Serie am Ende präsentieren. Für mich war das sehr einfach, aber andere Teilnehmer haben sich damit etwas schwer getan. Das Layout für meine Collage stand schon recht früh, aber ein Bild dafür habe ich noch am letzten Tag vor dem Frühstück gemacht, um die Serie zu komplettieren.

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Zur Inspiration hatte Carola das Buch “Die Fotoserie” von Harald Mante im Apartment ausgelegt. Das Programm war allerdings so intensiv, dass ich keine Zeit hatte groß in dem Buch zu stöbern und somit habe ich es mir im Nachgang selbst zugelegt. Der Workshop hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, da die Gruppe auch sehr gut zusammengepasst hat. Auch wenn ich geschrieben habe, dass es intensiv war, war es positiver Stress. Alle Bilder in diesem Beitrag sind die JPGs aus der Kamera, da die Übertagungs-, Auswahl- und Bearbeitungszeiten begrenzt waren. Deshalb habe ich auf eine RAW-Entwicklung verzichtet und nur die JPGs ausgerichtet, beschnitten und zu den Serien bzw. Bildpaaren zusammengefügt. Das passt für mich aber, denn ich bin ja eine Woche in Lissabon, um zu fotografieren und nicht im Apartment vor dem Laptop zu sitzen.

Ich kann den Workshop nur empfehlen, da ich wieder Aufgaben gestellt bekommen habe bei denen ich mitunter wieder außerhalb meiner Komfortzone fotografieren musste. Genau das sind die Situationen in denen ich fotografisch weiterkomme und nach mehreren Workshops fällt es mir immer leichter, mich auf neue bzw. andersartige Aufgaben einzustellen. Andere Teilnehmer hatten damit mehr Probleme, aber ich mag diese neuen Herausforderungen.

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Leider bin ich danach zu Hause noch nicht dazu gekommen, Serien oder Bildpaare zu erstellen. Gerade in der heimischen Umgebung, in der man schon fast alles fotografiert hat, finde ich das einen interessanten Ansatz. Von daher habe ich mir für 2017 vorgenommen, konzeptioneller vorzugehen. Zu den guten Vorsätzen für das neue Jahr bezogen auf den Blog werde ich aber auch noch einen eigenen Beitrag schreiben.